In dieser Rubrik werden regelmäßig Gedanken und Mitteilungen von unserem Pastor,
Dr. Christian Schmitt,
veröffentlicht.
Die Veröffentlichungen aus dem Jahr 2011 finden Sie im Bereich Links & Archiv
13.05.2012
|
Liebe Gemeinde! Die große Gefahr unserer Zeit ist es, eine Kirche ohne Gott zu machen: Messfeiern ohne Innerlichkeit; Gebetstexte ohne Andacht; Gottesdienste ohne Gottesbezug; Caritasorganisation ohne Liebe. Das alles kommt von der Verweltlichung, die bis in das Innere der Menschen, der Kirche und der Liturgie vorgedrungen ist. Die entscheidende Frage ist die, ob wir glauben, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist, dass er lebt, und dass er selbst zu mir kommt in dem eucharistischen Brot. Ostern ist für uns Christen nicht eine Frage unter anderen, sondern die Grundlage unserer Existenz. Jesus ist mit mehr Lebendigkeit da, als der Mann oder die Frau neben mir in der Bank. Sonntag, Tag des Auferstandenen, bedeutet, dass ich Freiraum schaffe in meinem Leben und meinem Denken für Ihn. Dann kommt die Freude am Christsein. Die Gefahr unserer Zeit führt also zum Verlust der Freude am Christsein und dann auch zum Verlust des Christseins. Lassen wir uns das doch einfach nicht nehmen! Ihr Christian Schmitt, Pastor |
06.05.2012
Liebe Gemeinde!
„Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben“ (Lk 24,41). So heißte es von den Jüngern als der Auferstandene zu ihnen kam. Am Anfang der Kirche steht eine Explosion der Freude. Das ist sehr wichtig. Am Anfang war die Kirche klein und arm und explodierte vor Freude über die Gegenwart Jesu nach seiner Auferstehung. Nur so wird die Kirche wieder wirklich neu und attraktiv. Nicht durch Streitereien über irgendwelche Vorschriften, nicht durch Kirchenthemen, sondern durch die Freude an Gott. Lassen wir uns nicht aufhalten durch die vielen Schwierigkeiten, Gott ist da und er geht mit uns. Darauf kommt es an. Alles andere ist zweitrangig.
Mit herzlich-freudigem Gruß
Ihr Christian Schmitt, Pastor
29.04.2012
|
Liebe Gemeinde! Den Monat Mai hat das christliche Lebensgefühl seit vielen Jahrhunderten mit Maria verbunden. Das aufblühende Leben in der Natur nach der Todesstarre des Winters ist der Hintergrund vor dem wir Ostern feiern und nach Ostern im Mai dann die, ohne Die es kein Ostern und kein Leben Christi auf Erden gegeben hätte. Mit Maria geht es das konkrete Leben des Christentums und nicht nur um das Reden darüber. Mit Maria geht es um den Vorrang der gelebten Beziehung zu Gott vor unserem Tun und Planen in der Kirche. In diesem Sinne ist Maria eine „moderne Frau“, weil sie genau das repräsentiert, was wir heute brauchen. Sie lebt die Alternative. Es wird wie jedes Jahr in unseren Gemeinden verschiedene Marienandachten geben. In Roxel haben wir sogar das Glück einen neuen Marienbildstock einweihen zu können. Versuchen wir Erneuerung der Kirche mit Maria – das christliche Lebensgefühl hat das immer getan. Mit freundlichem Gruß Ihr Christian Schmitt, Pastor |
22.04.2012
Liebe Gemeinde!
Papst Benedikt XVI ist am vergangenen Montag, den 16. April 85 Jahre alt geworden. Vor sieben Jahren ist er zu Nachfolger Petri gewählt worden und auch vorher führte er nicht gerade ein entspanntes Leben. Als er gewählt wurde, hatte er gesagt, dass er darauf vertraue, dass Gott auch mit unvollkommenen Werkzeugen arbeiten könne. Das ist mir ein sehr wichtiger Gedanke geworden, der mir viel Trost und Hoffnung gegeben hat. Keiner von uns ist vollkommen und deckt in seiner Person alle möglichen Aspekte menschlicher Befähigungen ab, die wichtig wären um auf die Herausforderungen unserer Zeit zu antworten. Keiner muss das, denn es ist nicht menschenmöglich. Wenn man diesen Gedanken ernst nähme, könnte er zu einem bramherzigeren Umgang mit anderen und mit sich selbst führen. Wäre doch nett, oder?
Mit herzlichem Gruß
Ihr Christian Schmitt, Pastor
15.04.2012
|
Liebe Gemeinde! Der erste Sonntag nach Ostern, der auch weißer Sonntag genannt wird, ist vor 12 Jahren zum Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit geworden. Das passt gut zum Osterfest, denn Gott lässt seine Geschöpfe in der Vernichtung des Todes nicht allein, sondern kommt ihnen mit seiner schöpferischen und lebensschaffenden Macht zu Hilfe. Die Barmherzigkeit Gottes ist nicht schwaches Mitleid, sondern schöpferische Macht. Adressaten der Barmherzigkeit Gottes sind wir immer dann, wenn es uns ans Leben geht, also in Krankheit, Tod, Schuld, Orientierungslosigkeit und Hunger. Wie auch bei anderen Eigenschaften Gottes, gibt Er uns Anteil an seinem Leben, wir können nicht nur Empfänger sein, sondern auch zu Absendern werden. Wir können uns überlegen, wem es in unserer Nähe ans Leben geht, und wie wir für diese Person da sein können. Das wäre Ostern umgesetzt in die Praxis. Mit österlichem Gruß Ihr Christian Schmitt, Pastor |
08.04.2012
Liebe Gemeinde!
Licht in die Dunkelheit! Die Symbolik der Osternacht ist eindrücklich und sprechend. Wir werden alle mit Kerzen ausgestattet, sogenannten Vigilkerzen, das kommt von vigilare = wachen; - sie dürcken unsere geistig-geistliche Wachheit aus. Wir wollen mit unserer Entzündbarkeit das große Licht aufnehmen, das nicht von uns kommt. Nicht ein selbstgemachtes Irrlicht, sondern das „wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet“, wollen wir empfangen und uns davon erhellen und erwärmen lassen. Diese Symbolik ist so stark, dass man sie nur einmal kurz nachzeichnen muss, um sie zum sprechen zu bringen. Gottes Licht ist stärker als das Dunkle in unserem Leben. Wir brauchen dieses Licht wie eine Langzeittherapie! Der Heilungserfolg tritt (meist) nicht sofort ein. Das Licht wird fortwährend benötigt. Es kommt darauf an sich bescheinen zu lassen. So verstanden ist unsere Kirche ein österliches Sonnenstudio. Der Eintritt ist gratis für alle Besucher.
Ich wünsche Ihnen frohe und gesegnete Ostern
Ihr Christian Schmitt, Pastor
01.04.2012
|
Liebe Gemeinde! Vor einigen Jahren hatte ich von einem Priester gehört, der zu seiner ersten heiligen Messe ein sog. Primizbildchen hatte anfertigen lassen mit dem Bibelvers: „Der Herr braucht ihn!“ Gemeint war der Esel, den der Herr brauchen würde um in Jerusalem einzuziehen; - die Jünger sollten so antworten, wenn sie der erstaunte Eigentümer fragte, was sie mit seinem Esel machen. Daran muss ich immer am Palmsonntag denken. Der Priester hatte dieses Wort auf sich bezogen, er ist durch seine Weihe der „Esel“ auf dem der Herr hereinkommt. Kein schlechtes Bild. Zwei Fehlhaltungen kann es deutlich machen: Einerseits hält sich mancher Esel für den Herrn, andererseits sehen manche nur den Esel und nicht den unsichtbaren Herrn. Beide Verdrehungen haben denselben Kern: Christus gerät aus dem Blick. Am Palmsonntag will er bei uns einziehen – persönlich und gemeindlich. Versuchen wir Ihn neu in den Blick zu nehmen. Mit guten Wünschen für die Karwoche Ihr Christian Schmitt, Pastor |
25.03.2012
Liebe Gemeinde!
In der kommenden Woche (am 27.03. normalerweise am 26.) feiern wir den Heiligen Ludgerus. Er ist unser Bistumspatron und der Patron der Gemeinde St. Ludgerus in Albachten. Vor einigen Jahren haben wir im Zusammenhang mit dem Bistumsjubiläum intensiv seiner gedacht. Liudger wurde um 742 in Friesland geboren, 777 in Köln zum Priester geweiht. Ihm wurde die Mission der Friesen und Sachen aufgetragen und im Jahre 805 gründete er unser Bistum. Was für eine Zeit das war, können wir heutigen uns nur schwer vorstellen. Dass seine Aufgabe, die Sachsen zu missionieren, nach dem Aufstand von 792 nicht ganz leicht gewesen sein dürfte, ist nachvollziehbar. Beim Aufbau der Kirche hat er sehr stark auf Klöster gesetzt. Also auf Menschen, die ihr ganzes Leben aus der Beziehung zu Gott gestalten wollen. Man muss nicht unbedingt in einem Kloster leben, aber die Kirche wird auch in Zukunft nur dann bestehen können, wenn es Menschen gibt, die auch ganz mit ihr leben wollen. Wenn man nicht festgelegt ist auf die klösterlichen Formen, dann gibt es vielleicht mehr als man auf den ersten Blick so denken würde.
Mit herzlichem Gruß
Christian Schmitt, Pastor
18.03.2012
|
Liebe Gemeinde! Der 4. Fastensonntag heißt Sonntag Laetare. Das kommt aus der Zeit, als die Sonntage nach den lateinischen Eröffnungsversen benannt wurden. „Freue Dich, Stadt Jerusalem! Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart. Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung.“ Mitten in der Vorbereitungszeit auf Ostern wird auf das Fest vorausgeschaut. Die Verheißung der Freude gibt uns Hoffnung auf zweifache Weise: einmal wird nach der Passionszeit das Fest kommen, das die große und entscheidende Wende in die Geschichte der Menschheit hineingetragen hat: das menschliche Leben soll nicht scheitern im Tod, sondern hinübergehen in das Leben Gottes selbst. Und das bedeutet dann Trost für die Gegenwart und nicht nur für die Zukunft, denn das Schwere und die Trauer werden aufgehellt durch die Gewissheit der letztendlichen Freude. Die „Quelle göttlicher Tröstung“ fließt aus der Gewissheit, dass Gott das letzte Wort haben wird. - Wer zuletzt lacht, lacht am besten, sagt der Volkmund. Im „Osterlachen“ liegt der Grund unserer Hoffnung und Freude. Vielleicht braucht unsere depressive Zeit mit ihren irren Vergnügungen vor allem dieses Zeugnis von uns Christen. Ich wünsche Ihnen weiterhin eine gute Fastenzeit Ihr Christian Schmitt, Pastor |
11.03.2012
Liebe Gemeinde!
Vom kommenden Sonntag an (17./18. März 2012) sollen die Fürbitten in unseren Gemeinden nach dem „Albachtener Modell“ vorgetragen werden. Wie geht das? Die Fürbitten werden bei den Liederbüchern in den Kirchen ausgelegt und zwar jeweils zwei oder drei an jedem Eingang. Wer möchte kann sich eine Fürbitten nehmen und sie dann nach dem Glaubensbekenntnis vortragen. Dazu wird der jeweilige Zelebrant eigens auffordern. Dies wurde in Albachten schon vor einigen Jahren so eingeführt und es kam uns im Seelsorgerteam sehr sinnig vor. Die Fürbitten sind unser aller Bitten an Gott und es ist ein schönes Zeichen, wenn sie aus stellvertretend von einigen aus dem Volk heraus vorgetragen werden. Übrigens hätten wir auch nichts dagegen, wenn sie einmal eine selbst formulierte Fürbitte vortragen wollten. Gott lässt sich von uns bitten und das dürfen wir als persönliche Einladung nehmen.
Mit besten Wünschen für einen schönen Fastensonntag
Ihr Christian Schmitt, Pastor
04.03.2012
|
Liebe Gemeinde! Was machen wir eigentlich, wenn wir Gottesdienst feiern? Was suchen wir? Einen Augenblick der Ruhe in einer von vielen Aufgaben angespannten Woche? Wollen wir Auftanken, damit wir für die Menschen, denen wir täglich begegnen Kraft haben und Aufmerksamkeit? Wollen wir Gott begegnen, der auf geheimnisvolle Weise anwesend ist? Lassen wir die vorhergegangene Woche Revue passieren und denken darüber nach, wofür wir danken können? Machen wir’s einfach nur aus guter Gewohnheit? Freuen wir uns auf die Menschen, die wir bei dieser Gelegenheit treffen könnten? – Ein Gemisch aus alle dem. Versuchen wir während der Fastenzeit im Durcheinander unserer Motivationen mehr auf Gott zu schauen. Mit guten Wünschen für die Fastenzeit Ihr Christian Schmitt, Pastor |
26.02.2012
Liebe Gemeinde!
Wir stehen am Beginn der Fastenzeit und wir alle wissen, dass man Gott eine noch viel größere Freude bereitet durch gute Taten als durch den Verzicht auf Essen oder Trinken. Vor einigen Monaten haben wir begonnen einen Besuchsdienst für Kranke in den Gemeinden St. Ludgerus und St. Pantaleon aufzubauen. Hier haben sich schon 8 Personen gemeldet, aber es wäre noch Platz für einige weitere. Auch in St. Anna kann unser bestehender Besuchsdienst noch Verstärkung brauchen. Haben Sie Lust einmal im Monat in ein Krankenhaus zu gehen und die Kranken Ihrer Gemeinde zu besuchen? Es geht ganz einfach: Sie nehmen einen schriftlichen Gruß des Pfarrers und der Gemeinde mit, überreichen ihn und dann entwickelt sich ein Gespräch oder auch nicht. Viele Gespräche sind sehr schön. Es gibt auch eine Einführung, die den Einstieg erleichtert.
Jedenfalls wünsche ich Ihnen eine gute Fastenzeit 2012, wie auch immer Sie sie angehen!
Ihr Christian Schmitt, Pastor
19.2.2012
|
Liebe Gemeinde! Am Aschermittwoch ist nicht alles vorbei, einiges beginnt dann erst und dazu gehört unser 2. Glaubenskurs: Kat-Kurs:Credo. Warum machen wir das in Zeiten der Gemeindefusion, in denen ohnehin genügend zu tun ist? Was mich dahin antreibt, ist die Hoffnung, dass es mit dem Glauben an Gott weitergehen wird. Die alte Volkskirche ist sterbend oder schon tot, aber diejenigen, die sich neu für den Glauben an Gott entscheiden werden weiterhin Kirche sein und sie lebendig halten. Die Kirche muss wesentlicher werden; auf Gott kommt es an; Jesus Christus macht den Unterschied. Christen werden in Zukunft wissen müssen, was sie glauben – an wen sie glauben – wem sie glauben. Vielleicht kommt die große Erneuerung der Kirche im Geiste des 2. Vatikanischen Konzils erst in einigen Jahrzehnten zum vollen Durchbruch, aber heute kommt es darauf an in kleinen Schritten der vorzubauen. Vielleicht haben Sie ja Lust mit dabei zu sein? Mit herzlichem Gruß Pastor Christian Schmitt |
12.02.2012
Liebe Gemeinde!
Vor vielen Jahren in der Zölibatsdiskussion der 70er Jahre hat Frère Roger Schutz, der Gründer von Taizé geschrieben: „Weiß die katholische Kirche, welch radikale Umkehrung der Werte sie (mit einer Aufhebung des Zölibats) einleiten würde? Der Zölibat der Priester, Torheit des Evangeliums, hat in ihr eine verborgene Wirklichkeit bewahrt. Die Kirche hat sich darin auf das Unsichtbare, auf das Mysterium Christi ausgerichtet.“ Es ist gut, diese Stimme eines protestantischen Pfarrers zu hören. Der Zölibat der Priester, die nicht krank sind, bezeugt die unsichtbare Gegenwart Gottes, denn für die Beziehung zu Gott und seiner Kirche wird der Zölibat gelebt. Der Zölibat ist so ein wichtiges Bollwerk gegen die Selbstsäkularisierung der katholischen Kirche. Ich glaube, dass er deshalb Zukunft hat und hoffe, dass er nie abgeschafft wird.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Christian Schmitt, Pastor
05.02.2012
|
Liebe Gemeinde! An diesem Wochenende treffen sich die Gemeinderäte und die Kirchenvorstände aus den Pfarrgemeinden St. Ludgerus und St. Pantaleon zu einer Klausurtagung im Kloster Vinnenberg bei Warendorf. Wir werden darüber beraten, wie die Fusion zum 02.12.2012 gut gelingen kann. Eine Steuerungsgruppe aus Mitgliedern beider Gemeinden soll eingesetzt werden. Diese wird dann den Prozess voranbringen. Über die Ergebnisse des Treffens werden Sie in den nächsten Tagen informiert werden. An dieser Stelle möchte ich Sie um Ihr Gebet bitten, denn das Zusammengehen beider Gemeinden ist nicht nur ein technischer Vorgang, sondern auch ein geistlicher Prozess, bei dem es darum geht aufeinander zuzugehen und miteinander zu teilen. Dabei braucht man neben Kenntnissen und gutem Willen auch das Gebet von vielen. Mit herzlichem Gruß Ihr Christian Schmitt, Pastor |
29.01.2012
Liebe Gemeinde!
„Die Sendung der Kirche im Bistum Münster“ ist ein Schreiben, in dem der Bischof und der Diözesanrat beschreiben, wie die Seelsorge in Zukunft aussehen könnte. Wir stehen mitten in großen Veränderungsprozessen, die viel weiter gehen als die neuen Pfarrstrukturen, die wir in der nächsten Zeit einführen werden. Unter der Überschrift „Vorrang Gottes“ kann man als ersten Satz lesen: „Eine Kirche, die sich erneuern will, muss wissen, wer sie ist und wohin sie will.“ Das ist eigentlich selbstverständlich, aber man muss es sich doch klar machen. „Structure follows strategy“, heißt das bei den BWLern. Das Schreiben unseres Bistums geht an dieser Stelle zurück auf die Konzilstexte. Dort steht, dass die Kirche dazu da ist, die Menschen mit Gott zu vereinigen und sie untereinander zu verbinden. Wenn wir das ernst nehmen, dann wird es in Zukunft immer mehr auf die Qualität unserer Gottesdienste und des mitmenschlichen Umgangs ankommen. Liturgie und Mitmenschlichkeit werden die Wasserzeichen einer christlichen Gemeinde sein. Das ist gut so.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Schmitt, Pastor
22.01.2012
|
Liebe Gemeinde! Unsere Zeit stecke in einer pelagianischen Versuchung, so sagte es neulich eine Professorin für Theologie. Was meint sie damit? Pelagius vertrat die Auffassung, der Mensch müsse sich nur wirklich anstrengen und entsprechend zum Guten hin erziehen, dann würde alles gut werden und sein Leben gelinge. Die Kirche – vor allem Augustinus – sagte dagegen, dass der Mensch sich zwar sehr wohl anstrengen solle und zum Guten hin erziehen, aber damit würde noch längst nicht alles gut, sondern bestenfalls manches besser. Damit unsere Bemühungen aber wirklich zum Besseren führen (und nicht nur mit gutem Vorsatz die alten Fehler neu machen), dazu braucht es die schöpferische Kraft Gottes; - die Gnade, die unser Leben beflügelt. Überlegen wir einmal, ob wir wirklich mit dem Handeln Gottes in unserem Leben rechnen und Ihn entsprechend darum bitten? Mit den besten Wünschen für die kommende Woche Ihr Pastor Christian Schmitt |
15.01.2011
Liebe Gemeinde!
Das Jahr 2012 hat begonnen und ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen. Was erwarten wir. Nach dem Mayakalender werden wir das Ende dieses Jahres nicht mehr erleben, da am 21. Dezember die Welt untergehen soll. Wenn es Ihnen so geht wie mir, dann werden Sie nicht viel darauf geben und am 20. Dezember gemütlich ins Bettchen gehen, um am 21. Ihre Arbeit tun zu können. Aber im Ernst, was erwarten Sie? Unsere Erwartung prägt nämlich sehr stark unser Leben. Ich erwarte, dass Gott für mich an jeden Tag etwas vorbereitet hat, das ich entdecken muss: ein kleine Gelegenheit etwas Gutes zu tun oder etwas Nettes zu sagen, oder mich zu freuen, oder nachdenklich zu werden, oder mehr zu beten ,oder, oder, oder ... Er wird irgendetwas bereithalten, weil Er auf mich wartet an jedem Tag des Jahres. Es kommt darauf an wach zu sein und aufmerksam. Die Wiederkunft Christi ist in vollem Gange.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Pastor Christian Schmitt
08.01.2012
|
Liebe Gemeinde! Drei Weise haben sich auf die Suche gemacht um den neuen König der Juden zu finden. Die Sternsinger gehen in diesen Tagen durch unsere Gemeinde und erinnern uns an die Geburt Jesu. Sie bringen den Segen der Krippe in unserer Häuser. 20 + C+M+B + 12; Christus Mansionem Benedicat: Christus segne dieses Haus. Die drei Buchstaben CMB werden oft auf die Namen der drei Weisen bezogen: Caspar, Melchior und Balthasar. Auch die Liturgie in diesen Tagen spricht noch immer von diesem König, vom Kind in der Krippe. Licht das uns erschien / Kind vor dem wir knien: Herr, erbarme dich! Den Herrn suchen und dadurch sein Erbarmen finden sollte die Grundhaltung von uns Christen sein. ‚Gott suchen und sein Erbarmen finden‘ kann ein schönes Motto für dieses Jahr sein. Dabei geht es um mehr als Erkenntnis. Wer Gott sucht, findet Leben, Güte, Hoffnung und Freude. Gehen wir gemeinsam voran und suchen ihn auf. Ihr Kaplan Jörg Niemeier |
